Ökologischer Mietspiegel
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung legt dem Umweltausschuss eine Mitteilung zur Umsetzung eines ökologischen Mietspiegels in Gladbeck vor. Hintergrund ist ein Beschluss des Ausschusses vom Mai 2004, das Konzept des Darmstädter Mietspiegels auf mögliche Anwendungsmöglichkeiten in Gladbeck zu prüfen. Das Darmstädter Modell untersucht den Zusammenhang zwischen der wärmetechnischen Beschaffenheit von Gebäuden und der Nettomiete, um Anreize für energetische Modernisierungen zu schaffen und die Transparenz der Energiekosten für Mieter zu erhöhen.
Die Erstellung eines solchen qualifizierten Mietspiegels erfordert eine wissenschaftliche Datenerhebung auf Basis von Energieausweisen. Da die flächendeckende Einführung von Energieausweisen durch das Energieeinsparungsgesetz verzögert wurde, ist die Datenlage derzeit noch unzureichend. Zudem schätzt die Verwaltung die Kosten für eine Umsetzung in Gladbeck auf etwa 30.000 bis 40.000 Euro. In einem Informationsgespräch mit Interessenvertretern von Vermietern und Mietern wurde deutlich, dass die zusätzlichen Kosten derzeit nicht getragen werden können und die Einführung des Modells als verfrüht eingestuft wurde.
Die Verwaltung schlägt daher vor, die Einführung eines ökologischen Mietspiegels auf mindestens das Jahr 2011 zu verschieben. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen sich die notwendigen Kenndaten durch die etablierten Energieausweise am Markt sammeln. Die zuständige Vermessungsabteilung des Ingenieuramts soll in der Zwischenzeit durch modifizierte Erfassungsbögen Daten sammeln, um eine spätere Auswertung ohne zusätzliche externe Kosten zu ermöglichen. Der Entwurf sieht vor, den Bericht zur Kenntnis zu nehmen und die vorgeschlagene Vorgehensweise zu beschließen.
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