Die vorliegende Mitteilungsvorlage 15/0204 des Amtes für Bildung und Erziehung befasst sich mit der geplanten Erweiterung der Kapazitäten der Jordan-Mai-Schule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in Trägerschaft des Bistums Essen. Aufgrund steigender Schülerzahlen, die bereits die vorhandene Raumkapazität überschritten haben, wird ein Ausbau der Aufnahmekapazität von derzeit 100 auf 140 Schülerplätze angestrebt.
Nach Prüfung alternativer Raummöglichkeiten am Standort Söllerstraße wurde der Ausbau des bestehenden Gebäudes als wirtschaftlich und organisatorisch sinnvollste Lösung identifiziert. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Einrichtung von vier Klassenräumen, zwei Differenzierungsräumen, einem Therapieraum sowie Versorgungsräumen und einer Schulmensa. Für die Umsetzung der Aus- und Umbauarbeiten sind Investitionskosten in Höhe von etwa 2,6 Millionen Euro durch die Stadt Gladbeck einzuplanen. Zudem wird eine jährliche Belastung der Ergebnisrechnung in Höhe von 240.000 Euro für Personal- und Sachkosten sowie Transferaufwand veranschlagt.
Das Bistum Essen hat die Bereitschaft signalisiert, die Versorgung von 140 Schülern sicherzustellen, knüpft dies jedoch an das finanzielle Engagement der Stadt. Im Gegenzug zur Investition in den Schulraum wird das Bistum Essen die Errichtung eines Therapiebadens mit einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 4 Millionen Euro als Eigenleistung übernehmen. Die rechtliche Grundlage für das Vorhaben soll durch eine langfristige Anpassung der Erbbaurechtsstellung und der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Bistum geschaffen werden. Ein Abschluss der Bauarbeiten ist bis zum Sommer 2017 vorgesehen.