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Beschlussvorlage

Ehrengräber, Ehrenmale, Gedenkzeichen, Erinnerungsstätten in Gladbeck

05/0200 Betriebsausschuss/ZBG

✦ KI-Zusammenfassung

Im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Etat 2005 wurde eine Gesamtdarstellung der Ehrengräber, Ehrenmale, Gedenkzeichen und Erinnerungsstätten in Gladbeck erarbeitet. Die Vorlage des Zentralen Betriebshofes dient der Information des Werksausschusses über den Zustand und die Finanzierung dieser Stätten.

Die Übersicht umfasst verschiedene Standorte, darunter die Friedhöfe Gladbeck-Mitte, Brauck, Rentfort sowie den katholischen Friedhof St. Lamberti. Auf dem Friedhof Gladbeck-Mitte befinden sich unter anderem Gräber von über 1.100 Opfern von Krieg und Gewalt verschiedener Nationen sowie Gräber von Personen, die nach dem Kapp-Putsch exekutiert wurden. Der unter Denkmalschutz stehende jüdische Friedhof beherbergte zwischen 1908 und 1938 Beisetzungen jüdischer Bürger. Weitere Gedenkstätten finden sich auf dem Friedhof Brauck, etwa das Spartakusgrab, sowie an verschiedenen Standorten in Wittringen, wie das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs oder ein Gedenkzeichen für Deserteure. Ein Gedenkstein für Zwangsarbeiter befindet sich zudem am Heisenberg-Gymnasium.

Die jährlichen Kosten für die Pflege und Unterhaltung der städtischen Friedhofsflächen belaufen sich auf etwa 60.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt teils durch Zuschüsse der Bezirksregierung Münster und des Kreises Recklinghausen sowie teils aus dem städtischen Haushalt. Eine Gebührenfinanzierung ist nicht vorgesehen, da die Flächen dauerhaft nicht für den allgemeinen Friedhofszweck zur Verfügung stehen. Der Bericht wurde dem Werksausschuss zur Kenntnisnahme vorgelegt.

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