Sachstand zur kommunalen Wärmeplanung
✦ KI-Zusammenfassung
Die Stadt Gladbeck bereitet die Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung vor, um die gesetzlichen Klimaziele und die langfristige Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten. Ziel ist es, die Wärmeversorgung innerhalb der nächsten 20 Jahre klimaneutral zu gestalten, indem fossile Energieträger durch effizientere Lösungen und erneuerbare Energien ersetzt werden. Derzeit basiert die Wärmeversorgung in Gladbeck primär auf Erdgas und Fernwärme, wobei die Bedeutung von Wärmepumpen stetig zunimmt.
Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben, insbesondere durch das Gebäudeenergiegesetz sowie geplante Regelungen zur Wärmeplanung, müssen Kommunen mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 und 100.000 bis spätestens Ende 2028 einen entsprechenden Plan vorlegen. Dieser Prozess umfasst die Analyse der bestehenden Infrastruktur, die Ermittlung von Potenzialen aus Abwärme sowie die Erstellung von Zielszenarien für das Jahr 2045. In der Verwaltung ist bereits ein Anstieg der Beratungsanfragen und Förderanträge für energetische Maßnahmen zu verzeichnen.
Die Erstellung des Wärmeplans soll in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Städten Gelsenkirchen und Bottrop erfolgen, um Synergien bei der Nutzung gemeinsamer Energieinfrastrukturen und potenzieller Wasserstoffnetze zu nutzen. Eine Ausschreibung für ein Ingenieurbüro zur Konzepterstellung ist für das erste Halbjahr 2024 vorgesehen. Die Kosten für die Erarbeitung des Plans werden auf etwa 100.000 Euro geschätzt, wobei zudem eine zusätzliche Personalstelle benötigt wird.
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