HzE Sachstandsbericht Kosten a) Entwicklung der Hilfen zur Erziehung b) Fachlicher Hintergrund c) Antrag gem. § 7 der Geschäftsordnung der CDU Fraktion vom 05.08.2021 'Kindeswohlgefährdung während der Corona-Pandemie'
✦ KI-Zusammenfassung
Der Bericht des Amtes für Jugend und Familie weist für die Hilfen zur Erziehung einen prognostizierten Mehrbedarf von rund 1,2 Millionen Euro gegenüber der Haushaltsplanung aus. Als Kostentreiber werden Heimhilfen für Volljährige, die Vollzeitpflege sowie Tagesgruppen und Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen angeführt. Insbesondere bei der Vollzeitpflege wird ein Mehraufwand von etwa 1 Million Euro erwartet, während sich bei der Eingliederungshilfe durch geringere Fallzahlen Einsparungen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro abzeichnen.
Zudem dokumentiert die Vorlage einen Anstieg der Kindeswohlgefährdungsmeldungen. Während im Jahr 2019 noch 169 Meldungen eingingen, stieg diese Zahl im Jahr 2020 auf 254 und erreichte bis Juli 2021 bereits 336 Fälle. Im Jahr 2020 wurden 80 Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt, wobei Anhaltspunkte für Vernachlässigung, körperliche, psychische sowie sexuelle Gewalt erfasst wurden. Die Verwaltung führt diesen Trend auf die pandemiebedingten Belastungen in den Familien sowie eine gesteigerte Meldebereitschaft zurück, was auch einem landesweiten Trend entspreche. Der Jugendhilfeausschuss wird gebeten, den Sachstandsbericht zur Kenntnis zu nehmen.
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- Anlage 1 als PDF öffnen ↗ 20210909135108-0
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