Glücksspiel und Migranten - zwischen Prävention und Sucht
✦ KI-Zusammenfassung
Die Beschlussvorlage 12/0404 des Amts für Integration und Sport befasst sich mit der Thematik Glücksspiel und die damit verbundene Suchtproblematik im Kontext von Migration. Die Verwaltung informiert über die allgemeine Situation in Deutschland, in der Schätzungen zufolge ein erheblicher Anteil der spielsüchtigen Personen Migrationshintergrund hat. Als Ursachen werden unter anderem soziale Isolation und mangelnde berufliche Perspektiven angeführt.
Für Gladbeck wird eine Situation mit 25 Spielhallen an 16 Standorten, 272 Geldspielgeräten sowie weiteren Wettannahmestellen und Internetcafés beschrieben. Die örtliche Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes verzeichnete im Jahr 2011 Erstgespräche mit Männern mit Migrationshintergrund, wobei die Betroffenen eine professionelle Entwöhnungsbehandlung benötigten.
Im Rahmen der Sitzung des Integrationsrates soll eine Information über die rechtliche Lage, etwa durch den Glücksspieländerungsstaatsvertrag, sowie über die aktuelle Spielstättensituation in Gladbeck erfolgen. Zudem ist ein Bericht eines Fachvertreters eines Arbeitskreises gegen Spielsucht vorgesehen. Der Entwurf sieht vor, dass der Integrationsrat den Bericht zur Kenntnis nimmt und eine vertiefende Befassung in der Folgesitzung anstrebt. Dabei sollen präventive Maßnahmen und die Einbindung von Migrantenorganisationen thematisiert werden. Zudem wird die Verwaltung beauftragt, einen Informationsflyer zum Thema „Spielsucht bei Migranten“ zu erstellen und an öffentlichen Stellen sowie an Migrantenorganisationen zu verteilen.
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