Der Integrationsrat der Stadt Gladbeck hat im Rahmen der Sitzung am 26. Oktober 2016 die Verabschiedung einer Resolution mit dem Titel „Für ein friedvolles Miteinander“ zur Entscheidung vorgelegt. Der Antrag geht auf ein Vorhaben des Vorsitzenden des Integrationsrates zurück.
Die Begründung der Vorlage führt die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie die wachsende Zahl von Menschen mit türkischem Hintergrund in Deutschland an. Es wird darauf verwiesen, dass politische Spannungen auf der Ebene zwischen den beiden Staaten auch in der Stadt spürbar geworden seien. Ziel der Resolution ist es, das friedliche Zusammenleben der in Gladbeck lebenden Bevölkerung aus über 100 Nationen zu stärken und Werte wie Toleranz, Offenheit und Respekt zu betonen.
Der vorliegende Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Integrationsrat die Austragung politischer Konflikte aus Heimatstaaten auf das gesellschaftliche Leben in Deutschland ablehnt. Die Resolution spricht eine Absage an extremistische Gruppen und Strömungen aus. Zudem werden Hass, Gewalt, die Leugnung historischer Tatsachen, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus sowie gewaltbereiter Salafismus abgelehnt. Der Text bekräftigt die Stellung des Integrationsrates für Freiheit, Toleranz, Solidarität und Demokratie. Finanzielle Auswirkungen durch die Verabschiedung der Resolution werden nicht erwartet.